Mittwoch, 18. April 2012

Ein Interview mit Jennifer Benkau


Hallo meine Lieben!

Heute gibt es mal etwas anderes und zwar ein Autoreninterview!
Wie ihr lesen könnt, geht es um die deutsche Autorin

Jennifer Benkau!

Nachdem ich ihr neustes Buch Dark Canopy gelesen habe, war ich einfach hin und weg, wie ihr in meiner Rezension lesen könnt, und musste erfahren, wer dahinter steckt!
Nach einigen Überlegen habe ich mich dann doch entschieden sie anzuschreiben und  dementsprechen war ich sehr erfreut, dass ich sie nun hier im Wunderland zu Gast haben darf! 

Ich: Ok, dann fangen wir mal an! Zu Beginn, erzähl doch kurz etwas über dich.


Jennifer:
 Hallo zusammen! Wie ich heiße, wisst ihr ja inzwischen. Ich bin gerade 32 Jahre geworden und lebe mit meinem Mann und meinen drei  Kindern in Langenfeld im Rheinland. Und trotzdem mag ich keinen Karneval ;-)
Wenn ich nicht gerade schreibe, bin ich gerne mit meinen Hunden unterwegs – einer weißen Schäferhündin und einer Beagledame, die beide noch jung sind und ausgebildet werden müssen. Zwei Katzen gehören auch noch zur Familie.

Ich: War es schon immer dein Traum einmal Autorin zu werden?


Jennifer:
 Sagen wir mal so: Als Kind gab es eine Phase, in der ich das wollte, ja. Gleich nach Reitlehrerin und Tierärztin ;-) Später habe ich da ehrlich gesagt nicht ernsthaft dran gedacht, bis der Wunsch dann irgendwann mit voller Kraft wie aus dem Nichts da war.

Ich: Wie kamst du überhaupt zum Schreiben und wie lange schreibst du jetzt schon?


Jennifer:
Von den eher halbherzigen Versuchen als Kind und Jugendliche mal abgesehen, habe ich am 6.12.2008 zu schreiben begonnen. An dem Tag gelangte eine Geschichte in meinem Kopf, zunächst eher wie ein Film, und ich wusste: Du bist kein Regisseur – dir bleibt keine Wahl, du musst die aufschreiben, unbedingt.

Ich: Deine Mottos sind ja
- Romance ist not for sissies.
- Mal schauen, ob das gut geht ...
- Halali!
Kannst du uns diese kurz erklären?


Jennifer:
Romence is not for sissies bedeutet, dass etwas Schönes wie die Romantik und die Liebe ganz schreckliche, hässliche Schattenseiten haben kann. Wer diese Schattenseiten nicht aushalten kann, sondern allein „schöne, sichere“ Romantik will, ist mit meinen Büchern schlecht beraten. Ich lese sowas zwar immer mal sehr gerne, aber ich schreibe lieber Geschichten, die meine Nerven kitzeln, die auch mal an die Grenzen der Leser stoßen (und an meine eigenen), die hässlich sind und in denen nie klar ist, ob es ein Happy End gibt. Für solche Bücher darf man keine „Sissi“ sein, die alles blitzeblank bevorzugt.
Die anderen beiden Mottos bedeuten:  Nicht so viel denken. Schlachtruf, und dann einfach machen!

Ich: Woher nimmst du dir die Inspiration zum Schreiben? Gibt es zum Beispiel ganz bestimmte Lieder, die dich durch ein paar deiner Bücher begleitet haben?


Jennifer:
Ja, Musik ist meine größte Inspiration. Der Wind, der Wald, die Nacht, das Meer … und Musik. Jedes meiner Bücher hat seinen ganz eigenen Soundtrack, den ich beim Plotten und beim Schreiben rauf und runter höre. Bei Dark Canopy war das neue Album von Linkin Park (Thousand Suns) sehr wichtig.

Kannst du uns deinen ganz persönlichen Schreibtag beschreiben oder schreibst du einfach mal zwischen durch, wenn du mal Zeit hast?


Jennifer:
Ein idealer Tag sieht so aus, dass ich mit der Familie frühstücke (Familie frühstückt, ich muffel herum und trinke meinen Kaffee)  und danach Kinder in die Schule und den Mann zur Arbeit schicke. Ich widme mich dann für ein Stündchen meinen Mails, den Neuigkeiten auf Facebook und meinen Lieblingsforen. Danach gehe ich ein bis zwei Stunden mit den Hunden spazieren und trainieren. Ab dem Vormittag schreibe ich dann oder arbeite an den Texten, es sei denn, es sind Leserunden zu betreuen oder Interviews zu bearbeiten. Zwischendurch esse ich etwas, mache das Nötigste zu Hause, gehe nochmal mit den Hunden.
Im Laufe des Nachmittags trudelt die Familie ein, es stehen Hausaufgaben, Einkaufen, Essen kochen und wieder die Hunde an. Nach dem Abendessen und einer letzten Gassi-Runde schreibe ich oft  noch weiter, gerne auch bis spät nachts.

Ich: Dein Debütroman ist "Nybbas Träume", der erste Band der Trilogie "Schattendämonen", gewesen. Wie hast du dich damals gefühlt als dein allererster Roman veröffentlicht wurde?


Jennifer:
Ich habe diesen Moment damals so sehnsüchtig erwartet, dass ich, als der Roman dann erschienen war, fast etwas enttäuscht war. Es passiert nichts Großes, die Welt wackelt nicht; der Traum erfüllt sich ganz still und fast unbemerkt. Das war schon etwas komisch. Nichts desto Trotz ist es natürlich ein wunderbares Gefühl, das erste eigene Buch in der Hand zu halten. Oder das zweite. Oder dritte …

Ich:  Deine ersten vier Bücher wurden im Siebenverlag veröffentlicht, wie kam es dazu, dass du mit "Dark Canopy" zu Script 5 gekommen bist?


Jennifer:
Das ist vermutlich der guten Arbeit meines Agenten zu verdanken, der nicht nur das richtige Gespür, sondern auch die wichtigen Kontakte zu den Verlagen hatte, was mir beides fehlte.

Ich: Wie kam dir die Idee zu Dark Canopy? Zu dem gesamten Roman und auch zu den verdunkeltem Himmel?



Jennifer:
Woher Ideen kommen ist schwer zu beschreiben. Es ist eine unbefriedigende Antwort, aber es ist die Wahrheit, wenn ich sage: Ideen tauchen halt so auf, wenn sie gerade Lust dazu haben.

Ich:  Wie lange hast du an dem Buch geschrieben?


Jennifer:
Die ersten 100 Seiten habe ich „nebenbei“ geschrieben; immer mal ein Kapitel, dann wieder Wochen lang gar nichts, das ist schwer in Wochen oder Monate zu fassen. „Den Rest“ habe ich nach Vertragsabschluss dann in acht Wochen geschrieben – aber da kommt natürlich noch die Textarbeit mit der Lektorin zusammen hinzu.

Ich: Die Percents sind auch eine sehr interessante Idee, die ich an dem Buch bewundere. Sie sind ja ebenfalls Menschen, jedoch genetisch verändert, wodurch sie etwas künstlich und unnatürlich wirken. Weshalb haben sie sich für solche Menschen oder Lebewesen entschieden? 

 

Jennifer:
Das ist wie mit der Idee: Die kamen zu mir und wurden nicht weiter in Frage gestellt. Eine alternative Idee dazu war mal eine außerirdische Rasse, aber das empfand ich dann zu sehr in Richtung SciFi.

Ich: Die Charakter Joy und Neél fand ich beide wirklich außergewöhnlich gut. Sie sind beide sowohl stark, als auch warmherzig. War es schwer die beiden Charaktere zu schreiben und wenn ja, gab es einige Stellen, an denen es besonders schwierig war?


Jennifer:
Joy war eine „dankbare“ Figur, ich hab zwar nicht viel mit ihr gemein, aber sie fiel mir leicht. Sie war so klar, in dem wie sie sich im Buch gibt, ich hatte nie Zweifel an ihr.
Neél fiel mir schwerer. Ich fand zu Anfang keinen guten Draht zu ihm, ich traute ihm gar nicht zu, stark genug für eine Hauptrolle zu sein. Da musste ich die Zähne zusammenbeißen und einfach weiterschreiben; er hat mich dann doch von sich überzeugen können. Es war allerdings alles andere als Liebe auf den ersten Blick bei uns ;-)

Ich: Das Buch spricht viele Themen an, wie zum Beispiel Vorurteile oder Gut und Böse. Wie stehst du dazu?


Jennifer:
Nun ja, ich bin mir natürlich der Tatsache bewusst, dass „gut“ oder „schlecht“ in vielen Fällen eine Frage der Perspektive sind, sowie der Frage: Haben die Betreffenden überhaupt eine Wahl? Wie weit das gehen darf, ist wieder eine andere Sache. Schwer zu sagen.
Ich bin froh, dass ich darüber nicht urteilen muss. Ich will nur eine Geschichte schreiben, dazu muss ich nicht (moralisch) werten.

Ich: Da es aber natürlich auch eine Dystopie ist, spielt die Zukunft eine große Rolle bei all dem. Wie stellen sie sich die Zukunft vor? Genauso wie im Buch oder wird sich die Menschheit im Laufe der Zeit verbessern, anstatt sich zum Schlechten zu wenden,  wie in dem Zitat von Albert Einstein, welches du auch in deinem Buch erwähnt hast?


Jennifer:
Das Szenario aus DC halte ich schon für sehr fiktiv, in meinen Augen ist es Fantasy, für mich hat allerdings jedes Detail dieser Welt ein wenig Symbolcharakter.
Ich fürchte, dass wir auf eine Zukunft zusteuern, die für einen Teil der Menschheit Utopie sein wird und für den anderen Teil sowie die Tier- und Pflanzenwelt Dystopie. Eigentlich sind wir da schon mitten drin. Damit wir billig einen guten Lebensstandart haben können, werden im Ausland Menschen ausgebeutet und zahlen den Preis für uns. Diese Menschen werden immer mehr … können wir es denen verdenken, wenn sie sich irgendwann gegen uns auflehnen?
Ich denke, wir alle sollten versuchen, jeden Tag ein wenig bewusster zu leben, weniger auf Kosten anderer Menschen oder Lebewesen. Sonst verdunkeln wir unseren eigenen Himmel schneller als wir gucken können.

Ich: Und nun, zu einer Frage, die ich mir die ganze Zeit, nachdem ich das Buch ausgelesen habe, gestellt habe:  Wie konntest du nur so ein Ende schreiben? Ich finde es wirklich genial, aber auch so schrecklich! Weshalb hast du das Ende so gewählt?

Jennfier:
Zuerst war es bloß Intuition.
Dann habe ich das Ende selbst massiv in Frage gestellt, habe mich gefragt: Muss das sein.
Und kam zu dem Schluss; ja, es muss sein. Die Geschichte musste an dieser Stelle unterbrochen werden und jeder andere Moment hätte sie dramaturgisch geschwächt.
Zu eurem Trost: Mir ging es selbst sehr schlecht damit. Not für Sissies ;-)

Ich: Ich hab gehört, dass es ein Zweiteiler werden wird. Wann wird denn der nächste Teil kommen und wie viel hast du bis jetzt schon davon geschrieben?


Jennifer:
Ich arbeite fieberhaft daran, damit das Buch im März 2013 erscheinen kann.

Ich: Kannst du schon etwas verraten und uns sagen, was auf uns zukommen wird?


Jennifer:
Hm, ich will nicht zu viel verraten … aber wir werden Joy auf eine Reise begleiten.

Ich: Hast du zurzeit auch noch andere Projekte auf die man sich demnächst freuen kann?


Jennifer:
Ja :-) ich darf noch nicht darüber sprechen, aber meine Lektorin arbeitet gerade an einem Lieblingsroman von mir, der ebenfalls noch in 2013 bei script5 erscheinen wird, und auch im Siebenverlag folgt nächstes Jahr im Sommer noch ein ganz besonderer Roman: Ein Vampirroman, wie ihr garantiert noch keinen gelesen habt ;-)

Ich: Vielen, Vielen Dank für dieses tolle Interview!


Das war's! 
Noch mehr könnt ihr hier auch ihrer Homepage erfahren:  www.jbenkau.bplaced.de
In der langen Wartezeit bis zu den neuen Werken von Jennifer Benkau können wir uns aber auch mit ihren bisher erschienenen Romanen amüsieren:

 (mit einem Klick, zur amazon Seite!)

Die Schattendämonen-Reihe


Erscheint vorraussichtlich
30. Juni 2012




 

Phoenixfluch


Und nochmal, weils so schön ist:

Dark Canopy




Sonntag, 15. April 2012

BZRK - Band 1

von Michael Grant

Produktinformationen:

*Verlag: Egmont INK
*Preis:17,99
*ISBN: 9783863960391
*Seiten: 408
*Genre: Sience-Fiction
*Orginaltitel: BZRK






Klappentext:


Ein Junge, der herausfinden will, warum der Verstand seines Bruders nur noch Brei zu sein scheint Ein Mädchen, das zusehen muss, wie ihre Familie im Kerosinfeuer verglüht Ein skrupelloser Hacker, der jeden manipuliert, der ihm zu nahe kommt Menschen, die sich am Rand des Wahnsinns bewegen, und andere, die diesen längst überschritten haben. BZRK, das ist die letzte Bastion zwischen uns und der ganz großen Katastrophe. Denn dieser Krieg wird anders sein. Seine Waffen sind winzig, beinahe unsichtbar, absolut tödlich, und niemand kann ihnen entkommen. Die atemberaubende und düstere Vision eines geheimen Krieges der Mikro- gegen die Makro-Welt, gegen unsere Welt. Winzige biotechnologische Nano-Organismen, die dich beschatten, kontrollieren töten. Der Kampf hat längst begonnen!


Meine Meinung:

Geschichte:

Als ich angefangen habe, das Buch zu lesen bin ich sofort in eine völlig eigenartige, fremde, seltsame und geheimnisvolle Welt eingetaucht, die zwar fast in der Gegenwart spielt, bei der man aber sofort merkt, dass sie anders ist.
Geheimnisvoll! Einfach wunderbar!
Und trotzdem befindet man sich erst an dem Absatz der langen, sich windenden Treppen und kann kaum die nächste Stufe erahnen, denn nur ein paar Seiten weiter lockt das Unvorhersehbare! Wirklich, es hat mich umgehauen und es ist nichts für schwache Nerven! Und wir sind ja erst am Anfang!
Dazu kam noch eine Erzähler-Sicht, die wirklich sehr gut zur Geschichte passt, mir aber als erstes etwas fremd war, doch mit der Zeit habe ich mich nicht nur mit ihr angefreundet, sondern sie wirklich hervorragend gefunden.
Weiter auf den Stufen der Handlungstreppe erklimmen wir weiter Welten, verschiedene Sichten in vielerlei Hinsicht und ich habe begonnen  die Geschichte nun wirklich zu erfassen. Im Klappentext erfahrt ihr schon ein bisschen von dieser Nano und Makro-Welt, welche wirklich kompliziert ist, wodurch ich auch dieses Gefühl am Anfang des Buches hatte, doch der Autor hat es geschafft es alles so gut zu erklären, wobei er das auf eine so interessante und spanende Weise dargestellt hat, dass man wie aus einem Nebel herauskommt und das sich dahinter verborgene zeigt, an das man gebannt ist!
Die Unterschiede sind einfach sehr gut herausgearbeitet und fabelhaft beschrieben (siehe Schreibstil)
Und auch verschiedene Parteien entwickeln sich, wobei ich als erstes nicht wusste, wer Gut und wer Böse ist, oder ob es das überhaupt gibt. Das fand ich auch sehr toll, denn es machte das Buch noch geheimnisvoller und interessanter und geht vom Mainstream ab, wobei ich hier leider sagen muss, dass das dann ab einer Stelle doch eingetroffen war, doch für den Anfang war es perfekt.
Mit jeder Seite die ich weiter gelesen habe, verstand ich viel mehr und gleichzeitig wird alles so viel spannender  und aufregender. Verrückter, und ich liebe Verrücktes!
Auch die Nano-Welt steigert sich, sodass man immer weiter in dieses Loch der eigenartigen Anschauung der Realität hineinfällt und ich dadurch selber angefangen habe, in erschreckenden Weisen zu denken. Hier ein Zitat, das so fabelhaft zum Buch passt:
 "Stell dir vor, du wärst ein Ökosystem. Du bist ein Regenwald. Du bist eine ganze Welt. Ein Planet, bewohnt von fremdartigeren Lebensformen, als man sie sich in der Science-Fiktion jemals vorgestellt hat."

Denn genau so ist es. Und ständig holt das Buch weiter aus und versetzt dem Leser einen Schlag! Mehr Spannung und Ereignisse, mehr Emotionen, mehr Gefahr und Verlust! So geht es weiter bis zum Ende und es ist einfach genial, dramatisch und erschreckend.


Charaktere:
 
Viel von den Charakteren habe ich noch nicht gesagt, doch auch diese spielen eine sehr große Rolle. Im Klappentext wurden keine Namen genannt, weshalb ich das jetzt nachhole.
Noah ist der Junge, der seinen Bruder an die Irrenanstalt verloren hat und er ist einfach nur symphytisch. Er ist so ein ruhiger Typ, eher schüchtern, zurückhaltend höflich und nicht aufdringlich, sodass es einen kleinen Kontrast gibt, zu der Sache in die er hineingeraten ist, wo er viel Stärke beweisen muss.
Und einen großen Kontrast zu Sadie, die ihr Leben nun ohne Familie weiter durchläuft und zu der die ganze Organisation besser passt. Das fand ich wirklich sehr interessant und schön heraus gearbeitet. Und auch die anderen Charaktere sind sehr interessant! Vor allem einen namens Vincent ist mein Lieblingscharakter durch seine ungewöhnlichen Umstände.
Auch sehr gut an dem Buch fand ich die Entwicklung der Charaktere und das Ende, in dem mehr Schmerz und Emotionen hinzukommen, was die Charaktere aufblühen lässt!

Schreibstil:


Der Schreibstil ist wirklich genial und macht das Buch erst einzigartig, da er so detailliert und umschreibend ist. Durch ihn versteht man die Geschichte erst wirklich und kann sich alles so gut vorstellen, was so wichtig bei dem Buch ist! Es ist alles so bildhaft und lebendig beschrieben, auf eine neue Art und Weise, obwohl es doch direkt vor unseren Augen ist, im wahrsten Sinne des Wortes.
 Aber durch die lebhafte Beschreibung werden einige Szenen sehr ausdrucksstark betont, die eher etwas eklig sind.


"Er sah nicht, wie ein Teil von Grays Kopf, der wie eine Melone zerplatzt war, weiterflog und dabei eine Spur von grauem und rosafarbenem Gewebe hinterließ. Ein Stück eines der größten Geister der Gegenwart - nicht größer als eine Kinderfaust  - landete in einem Pappbecher mit Cola light und versank im Schaum"

Bei einigen Stellen wurde mir daher echt schlecht, aber ich finde das nicht schlimm sonder sehe das sehr positiv, da man dies erstmals schaffen muss, bei meinem eher robustem Magen!


Fazit:


Ich fand das Buch wirklich atemberaubend gut! Die Geschichte war sehr interessant und gut durchdacht, aber auch erschreckend, dramatisch, nichts für Schwache nerven. Dazu noch die Charaktere, und der wahnsinnig tolle Schreibstil! Man taucht wirklich eine verrückte Welt ein, die doch die unsere ist, nur aus einem anderen Blickwinkel und es regt zum Nachdenken an, auf eine völlig andere Weise. Das Buch ist für mich ein absolutes Highlight und ich empfehle es jedem weiter, der etwas neues und fesselndes Lesen will, aber einen guten Magen und starke Nerven hat.


Vielen Dank an Lovelybooks und den Egmont Ink Verlag für die tolle Leserunde und das Buch!

Buchtrailer:
Hier noch der richtig coole Buchtrailer, zwar auf Englisch, aber trotzdem klasse!


Der Autor:


 Michael Grant hatte eine bewegte Kindheit. Die Familie zog aufgrund der Arbeit des Vaters beim US-Militär oft um - Grant besuchte zehn Schulen in fünf amerikanischen Staaten und verbrachte auch einige Zeit in Frankreich. Derzeit lebt er mit seiner Frau, der Autorin Katherine Applegate, und seinen zwei Kindern in North Carolina.

Sonntag, 8. April 2012

Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt

von Andrea Schacht


Produktinformationen:

*Verlag: Egmont Ink
*Preis: € 17,99
*ISBN: 9783863960162
*Seiten: 381
*Genre. Dystopie




Inhalt


Kyria ist eine Gendefekte und lebte schon immer mit der Angst bald sterben zu müssen, doch als sie dann plötzlich von einer Hornisse an ihrem 18. Geburtstag gestochen wird und sie wieder einmal ins Krankenhauseingeliefert wurde, verändert sich ihr Leben. Sie trifft auf den Subcultura Reb und als sie dann noch nie Nachricht aufnimmt, dass sie 3 Wochen zu leben hat, flieht sie mit ihm in die Reservate zu ihrer Freundin Hazel. Doch auf der Reise dorthin, erfährt sie einige Wahrheiten, die ihr Leben nochmals Grund auf  verändern...

Meine Meinung


Geschichte:
Also ich hab mir wirklich etwas ganz anderes vorgestellt. Zu Anfang war ich noch ganz gespannt, da sich das alles viel dunkler und düsterer angehört hat, doch dann kam etwas ganz anderes.
Kyria kam ins Krankenhaus und prompt trifft sie Reb, wobei ich ebenfalls dachte, dass das etwas später kommt, aber nun gut. Was mich aber die ganze Zeit und auch immer noch ziemlich verwirrt ist die Geschichte und die ganze Welt. Ich hab leider wirklich einige Zeit gebraucht bis ich das mit den Männern und den Frauen heraus gefunden habe, und im Nachhinein muss ich sagen, dass man das etwas besser hätte ausbauen können, da es wirklich eine sehr interessante Grundidee ist, die viel Potenzial hat!
Aber gehen wir mal weiter mit der Handlung. Den jetzt wird es etwas düsterer, aber auch humorvoll, denn die Konversationen von Reb und Kyria waren wirklich witzig. Das mit dem düster fand ich dann wieder toll!
Hier wiederum fand ich den Klassenunterschied sehr gut beschrieben. Auf der einen Seite alle Bürger mit den Id's (Identitäten-Chips), die jeder hat, alles total  sauber und etc. und auf der anderen Seite die verstoßenen, die Subcultura, die in den Schächten leben muss.
Doch dann verließen Reb und Kyria die Subcultura und machten sich auf. Ab hier ging es dann mit  der "Geheimniskrämerei" los, bei der man dann all die Unwahrheiten erfährt und selber mit rätselt, was das alles zu bedeuten hat.
Und dann kamen sie in die Reservate und naja, ein kleines Stück fand ich die Geschichte noch sehr interessant, aber dann ging es bei mir Berg ab.
Es kam der Punkt, an dem ich dacht: Und was jetzt? Was soll jetzt noch groß passieren?
Und leider passierte dann für eine Weile nicht sehr viel. Ich fand das sehr schade, weil es dem Buch die ganze Spannung entzogen hat. Der Witz war nicht mehr da und auch die Atmosphäre hat mir nicht so wirklich gefallen. Auch hier fand ich wieder diesen Unterschied zwischen New Europa und den Reservaten zu schwach, bzw. viele Unterschiede wurden nicht ganz ausgebaut, sondern eher nur angesprochen. Das Ganze hat auch viel mit Kyrias Gefühlswelt zu tun. (Siehe Charaktere)
Aber leider hat mich das Ende auch nicht wirklich begeistert. Das Tempo, in dem alles kam fand ich etwas überstürmt und vor allem das Ganze mit Kyria und Reb! Ich will wirklich hier nicht zu viel verraten, aber es war einfach so, dass sie von der einen auf die andere Sekunde völlig ausgewechselt waren, im Gegensatz zu der ewigen Periode davor.
Viele Fragen bleiben zum Schluss noch offen, was einen neugierig auf den zweiten Teil machen und ich hoffe, man kann sich darauf freuen.

Charaktere:
Seite 94:
" >Aufgeschlossen ist nicht das Wort, das ich auf sie verwenden würde. Sie ist stur, abweisend, beleidigend, wenn auch manchmal ziemlich witzig.<
Ich sah Reb mit zusammengekniffenen Augen an.
Genau so hatte ich ihn auch für mich beschrieben.
>Ja, Reb, sie ist Ihnen ähnlich. So, und nun überlasse ich euch euren Zankereien.<"
Eigentlich steht in dem Zitat fast alles über die beiden drin. Beide rebellisch, aber durch ihre Zankereien witzig. Dadurch fand ich sie beide wirklich sympathisch und ich fand, dass das wirklich das Beste an dem ganzen Buch war!
Doch leider hat mir ihre Beziehung zueinander ab der zweiten Hälfte nicht mehr gefallen und das war für mich eine herbe Enttäuschung.

Fazit


Das Buch hat mich leider an vielen Ecken und Kanten enttäuscht. Einerseits ist die Geschichte wirklich interessant und die Idee, die dahinter steckt hat viel potenzial, aber es wurde leider nicht genügend ausgeschöpft, was ich schade finde. Die Charaktere fand ich auch wirklich toll, aber leider nur in der ersten Hälfte und danach, ging es. Hier wieder gleiche Ursache. An sich, verstehe ich was die Autorin bezwecken wollte, aber leider hat mir die Umsetzung nicht gefallen.
Trotzdem kann ich das Buch weiter empfehlen, da manche von euch, die Umsetzung ja doch mögen könnten.
Deshalb 3,5 Punkte!

Vielen Dank an den INK Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!



Die Autorin

© Barbara Frommann

Andrea Schacht hat lange Jahre als Wirtschaftsingenieurin gearbeitet, bis sie sich entschloss, ihre wahre Leidenschaft, das Schreiben, zu ihrem Beruf zu machen. Vor allem mit ihren historischen Romanen um die Kölner Begine Almut Bossart erlangte sie große Bekanntheit. Ihre Bücher stehen regelmäßig auf den Bestsellerlisten.

Mittwoch, 4. April 2012

Die Furcht des Weisen, Teil 2: Die Königsmörder-Chronik - Zweiter Tag

von Patrick Rothfuss


Produktinformationen:

*Verlag: Klett-Cotta
*Preis: € 22,95
*ISBN: 9783608939262
*Seiten: 522
*Genre: High-Fantasy
*Orginaltitel: The Wise Man's Fear


Achtung! Diese Rezension könnte Spoiler bezüglich der ersten beiden Teile der Reihe enthalten!! 

 

Inhalt


Die Reise von Kvothe geht weiter und schickt in durch die ungewöhnlichsten Welten.
Er trifft Mythen und Legenden, und spielt mit ihnen.
Er jagt der Landkarte hinterher und kommt ins Land der sagenumwogenden Adem, die stillen Kämpfer.
Er erlangt viele Namen, wird zum Retter und Krieger, aber ihn erwartet auch Unheil und leht sich gegen Mächtige auf...

Meine Meinung

Geschichte:
Das Schöne an diesem Teil ist, dass er sich die Geschichte gesteigert hat und es vieles neues gibt!
Da das Buch dort ansetzt, wo der vorige Teil aufgehört hat, geht es natürlich auch gleich weiter.
Schön war dabei auch, dass die letzten zwei Zeilen nochmals aufgenommen wurden:
"... Wie Tabolin der Große, dachte ich. Und schlief lächelnd ein. "
Danach, ging es also sofort weiter und es war wirklich richtig toll, denn man kommt wirklich sofort in eine andere Welt, in die Welt von der Fae Feluria.
Und hier kommt es, dass man sieht, dass die Bücher nicht immer dieselben sind. Wo hingegen die ersten beiden Bänder etwas prüde sind, geht es hier mal zur Sache, aber auf stilvolle Weise.
Das fand ich wirklich richtig gut, denn Kvothe ist schließlich ein junger Mann, der nicht nur von akademischen Leistungen träumt. Die ganze Geschichte wurde so um einiges realistischer und echter, aber auch geheimnisvoller, da sich mit der Feenwelt noch einiges heraus kristallisiert, dass auch für die Gegenwart wichtig war.
Doch dann ging’s irgendwann auch weiter und nahm eine andere Richtung, wenn auch nicht ganz von den vorherigen Zusätzen des Buches abgeschnitten.
Kvothe kommt zu den Kriegern von Ademre und lernt dort einiges, aber etwas völlig anderes als auf der Universität. Die Horizont Erweiterung ist natürlich auch eine Abwechslung für mich als Leser gewesen, auch wenn man diese schon die ganze Zeit hatte. Hier waren auch immer wieder unerwartete Dinge, die die Geschichte wirklich interessant gemacht haben und auch anderweitige körperliche Betätigungen, die man bei Feluria hatte, wurden nicht völlig abgeschoben.
Da Kvothe in einer völlig anderen Situation ist, gibt’s auch manchmal etwas zum Schmunzeln.
Aber auch weiterhin gibt es einige Überraschungen und heldenhafte Taten, die ganz interessant sind.
Zum Schluss kehrt er auch noch in die Universität zurück, aber ich fand leider diese Zeit nicht ganz so interessant wie in den ersten beiden Teilen, da Kvothe ein etwas anderer geworden ist und seine Genialität nicht mehr so wirklich herausgestochen ist.

Dafür gibt’s wieder einen kleinen Schubs in der Gegenwart. Man sieht diese Gegensätze und leidet mit, da man die ganze Zeit über mit Kvothes früheren großartigen Erlebnissen mit fiebert und dann der heutige Kvothe so ist. Wirklich gut vom Autor gemacht finde ich und man sieht, wie schon im Buch davor, da kommt noch etwas!!

Charaktere:
Kvothe hat sich zwar verändert, aber nicht so viel. Vom Charakter her ist er eigentlich immer noch der gleiche Geblieben, seine Umstände sind nur andere geworden.
Es gibt zwar einige Nebencharaktere, die alle völlig unterschiedlich ist, aber Kvothe ist ein Reisender und wir mit ihm, sodass die Charaktere immer andere Merkmale und Landschaften sind, aber man eigentlich nur an dem einen fest hängt, am Protagonisten.
Aber ich muss sagen, dass ich nach den drei Büchern wirklich sehr an Kvothe hänge und ich die Auswirkungen bei dem älteren spüre.

Schreibstil:

Uuuuuh! Aber hier gibt es einiges zu sagen, denn er hat sich tatsächlich noch gesteigert. Er ist zwar immer noch so schön ausführlich doch vor allem bei Feluria hat man die gesamten Ausmaße miterlebt und das war vor allem auch ein Grund, weshalb all die Szenen total Stilvoll geblieben sind. Aber auch noch beeindruckend fand ich die Gedichte, die es dort gab. Hier auch noch ein Lob an den Übersetzter, denn sie reimen sich!!! :D
Hier ist ein kleiner Ausschnitt: Seite 44
"Die Augen mondsilbern und mitternachtsblau,
Zarte Schmetterlinge die Lieder der Frau, 
die wogenden Haare wie das dunkle Schwingen,
Einer Sense im Wald zu des Windes Singen..."
Ich liebe Gedichte und fand das noch umso schöner, das es hier auch ein paar gab.
Weiterhin war alles immer noch total detailliert und poetisch. Wirklich toll! ♥

Fazit


Insgesammt ist das Buch wirklich toll. Die Geschichte steigert sich, was ich wirklich beeindruckend an dem Buch finde. Der Schreibstil ist fabelhaft wie immer, sogar mit Gedichten und auch Kvothe bleibt mir sympathisch. Trotzdem muss ich einen halben Punkt abziehen, da mir die Zeit ander Universität nicht ganz gefallen hat und mir die Genialität, welche ich so geliebt habe, gefehlt hat.


Vielen Dank an den Klett-Cotta Verlag für dieses richtig tolle Buch!

Weitere Bänder


Meine Rezension zu Band 1 und Band 2 Teil 2

Der Autor


Patrick Rothfuss, geboren 1973 in Madison (Wisconsin), unterrichtet als Universitätsdozent und lebt in Wisconsin. In seiner Freizeit schreibt er satirische Kolumnen und versucht sich in Alchemie. »Der Name des Windes« ist sein erster Roman.

2007 wurde Patrick Rothfuss für seinen Roman »Der Name des Windes« mit dem Quill Award sowie dem Pulishers Weekly Award für das beste Fantasy-Buch des Jahres ausgezeichnet, 2009 hat das Buch den Deutschen Phantastik Preis als bester internationaler Roman erhalten
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