Mittwoch, 30. November 2011

Saeculum

von Ursula Poznanski


Produktinformationen:
Verlag: Loewe
Preis: € 14,95
Seiten: 493
ISBN: 9783785570289
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Inhalt:

Bastian wird von seiner neuen Freundin Sandra zum Mittelaltermark mitgenommen, denn Sandra ist ein Mitglied der Rollenspielgruppe Saeculum. Sie versuchen den Alltag aus dem 14. Jahrhundert nachzuspielen. Und einmal im Jahr veranstalten sie eine Konvention, auf der sie für 5 Tage im Wald wie im Mittelalter leben.
Sandra überredet Bastian auf eine Konvention mitzukommen. Bald darauf läuft Bastian mit wenigen Anderen im Wald.
Doch es geschehen unerwartete Dinge. Leute verschwinden, Katastrophen folgen aufeinander.
Doch was steckt dahinter? Ist ein uralter Fluch zum Leben erwacht, der sich nach Vergeltung sehnt? Oder steckt noch jemand im Wald?

Bewertung:

Die Geschichte:
Der Anfang hat mir sehr gut gefallen. Man ist auf dem Mittelaltermarkt und spürt sofort die Atmosphäre, man versinkt ab der ersten Sekunde in das Buch. Zudem kann man Bastian sofort einschätzen. Wer und wie er ist, was auch daran liegt, dass das Buch teils aus Bastians Sicht geschrieben ist. Auch die anderen Charaktere werden früh vorgestellt und man weiß um was es geht. Insgesamt also erstmals völlig harmlos, nicht spannend dafür umso interessanter.
Danach geht es aber ziemlich schnell los mit der Spannung. Etwas passiert, noch bevor sie im Wald sind (ich möchte nicht verraten was), zwar ist es kein großes Ereignis, jedoch macht es einen jetzt schon nachdenklich und neugierig, weil man weiß, dass etwas anderes passieren wird.
Dann kommen sie in den Wald. Wieder ein richtig angenehmer Ort. Hier kommt nun die zweite Person ins Spiel. Iris. Sie war zwar schon vorher da, jedoch kommt sie nun in den Vordergrund, denn sie ist die zweite Person, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist. Ich hab mich am Anfang gewundert warum, doch man erfährt bald, dass auch sie ein Geheimnis hat. Doch dazu später.
Nach kurzer Zeit beginnt nun die Konvention erst richtig. Alle Spieler verhalten sich wie im Mittelalter. Dazu haben alle anderen Namen. Und sie sollten Aufgaben bewältigen. Und schon kommt ein Rätsel in Form eines Gedichts. Niemand versteh es erstmals. Sie machen weiter wie bisher, bereiten sich auf das Schlafen vor, doch dann passiert es.
Jemand verschwindet.
Es wird spannend, denn es kommt total unerwartet und plötzlich. Doch man es ist noch nicht so schlimm.
Langsam passieren aber immer mehr Geschehnisse. Ab dort baut das Buch ständig Spannung auch. Nie ab.
Ständig wird das Buch interessanter, der Leser neugieriger und Handlungen unvorhersehbarer.
Dazu kommen noch Romantik, Aktion, und Aberglaube, denn es gibt noch einen Fluch für den Ort.
Der Fluch wurde schon am Anfang der Geschichte erzählt, doch je mehr Sachen passieren, desto mehr Leute glauben daran und auch ich selber fühlte mich wie Bastian oder Iris, die langsam auch daran glauben, ob wohl sie wissen, dass das nicht sein kann.
Hier kommt auch Iris Geheimnis wieder ins Spiel, denn man erfährt es.
Dann passieren noch viele andere Dinge und das Buch bleibt total spannend.
Plötzlich passiert dann wieder etwas unvorhersehbares, wo es um Leben und Tod geht.
Man denkt selber nach, was man an dessen Stelle wohl gemacht hätte.
Das Ende fand ich ebenfalls richtig gut. Die ganze Verstrickung ist der Autorin sehr gut gelungen und ich wäre nie draufgekommen.


Die Charaktere:
Bastian ist mir schon von Anfang an sympathisch gewesen und er ist klug, nett, höflich und auch rebellisch. Er spielt als Protagonist natürlich eine sehr große Rolle, jedoch eine größere als man zunächst glaubt.
Iris ist die zweite Person, aus dessen Sicht man die Geschichte sieht. Sie ist eigentlich eher eine Nebenrolle, jedoch finde ich es sehr gut, dass auch man auch aus ihrer Position die Geschichte sieht, da man einfach dadurch einen besseren Eindruck bekommt.
Paul ist ebenfalls ein Nebencharakter, jedoch spielt er auch eine sehr wichtige Rolle. Er ist der Veranstalter dieses Rollenspiels.
Zudem gibt es noch viele weitere Nebencharaktere, die alle sehr verschieden sind. Die Vielfältigkeit fand ich auch sehr gut!

Der Schreibstil:
Die Autorin hat einen deltailreichen Schreibstil, der sehr angenehm zu lesen ist. Man fühlt sich auch sehr schnell in dem Buch wohl.
Vor allem aber kann sie sehr gut Spannung aufbauen und schaft es, dass man sich wie die Hauptperson im Buch fühlt. 

Fazit:
Ein sehr spannender Thriller, der mir genauso gut gefallen hat wie Erebos. Ein Roman inklusive Panik, Romatik und vielen Geheimnissen.
Sehr empfehlenswert!

Die Autorin:

Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Aufgrund des Erfolges ihres ersten Jugendbuchs "Erebos", das in mehr als fünfzehn Sprachen übersetzt und u. a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde, wagte sie den Sprung ins hauptberufliche Autorenleben. Mit ihrer Familie lebt sie im Süden von Wien.

1 Kommentar:

  1. Mal wieder eine tolle Rezi die sofort lust auf das Buch macht!

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